Lichtenberg 47

Vereinssport im Herzen von Berlin

VSG Altglienicke – Lichtenberg 47 (19. Spieltag Berlin Liga)

Sie sind hier:
»
»
»
VSG Altglienicke – Lichtenberg 47 (19. Spieltag Berlin Liga)

altglienicke-li47-ergDie Ausgangslage:

Lichtenberg 47 konnte vor dem Spiel in Altglienicke zwei Heimspiele gegen eher mittelprächtige Mannschaften nicht gewinnen. Somit haben unsere 47er vier, eher einkalkulierte, Punkte liegen lassen. Anders die VSG, mit einem 3:1 gegen Frohnau und einem 9:0 gegen Trabzonspor hat die Mannschaft von Trainer Böhm ihre Favoritenrolle in der Berlin-Liga ein weiteres Mal unterstrichen. Doch damit nicht genug. Vor Spielbeginn musste Trainer Daniel Volbert Absagen einiger seiner Stammkräfte verkraften. So fallen neben Bandermann und Foth auch noch Sebastian Reiniger und Moussa Doumbia zu Beginn der Partie aus. Danny Kempter konnte auf Grund eines grippalen Infekts im Laufe der Woche nicht trainieren.

So lief das Spiel

Notgedrungen musste der Trainer erneut eine umgekrempelte Startformation ins Rennen schicken. Nicht wenigen der reichlich anwesenden Zuschauern aus Lichtenberg, wehte daher ein zugiger Wind um die Nase. Ängstlich sah man dieser Partie entgegen. Hoffentlich schießen die uns hier heute nicht ab, na das kann ja heiter werden …, so die doch recht pessimistische ja fast schon ängstliche Grundstimmung der 47er Anhängerschar. Als dann auch noch in der dritten Minute der Partie Eric Palmer einen Eckball ins 47er Gehäuse wuchtete, schien das dritte Adventswochenende gelaufen. Zu pomadig die Auftritte unserer Mannschaft in den Wochen davor. Doch es kam alles anders. Lichtenberg 47 steckte diese Niederlage im Stile einer großen Mannschaft weg, nichts zu merken von Nervosität und schon gar nicht von Ängsten hier und heute unter zu gehen. Zweikämpfe wurden angenommen, ja förmlich gesucht, man konnte gar hart geführte, aber nie unfaire, Zweikämpfe erkennen. Motiviert bis in die Haarspitzen, es war einfach gut anzusehen, wie aus der Not eine Tugend gemacht wurde. Fast zwangsläufig fiel nach einem Freistoß der Ausgleich unserer 47er (16.). Christian Jacobeit nagelte die Kugel in die Maschen, diesmal war der Treffer auch vom Vertreter der Berliner Fachjournalie nicht wegzuschreiben, zu deutlich war Ball hinter der Linie. In den folgenden Minuten entwickelte sich die Spitzenpartie des 19. Spieltages auch zu dieser. Das Spiel wog hin und her, beide Mannschaften versteckten sich nicht. Der Spitzenreiter bewies zwar die etwas reifere Spielanlage, das Kämpferherz aber offenbarten unsere 47er. Noch vor der Pause gab es die ein oder andere kleinere Chance für die Gastgeber, die beste unserer 47er, Sebastian Reiß spitzelte seinem Gegenspieler den Ball in Höhe der Mittellinie ab, vereitelte aber der Schiedsrichter mit einem nicht nachzuvollziehenden Pfiff. Schwamm drüber, Halbzeit.

In Halbzeit zwei wollte der Unparteiische aber ein Zeichen setzen, er gab Sebastian Reiß nach einem Allerweltslaufduell, an dem am Ende Palmer den Weg gekreuzt hat und über Sebastian Reiß´s Fuß stolperte, die rote Karte. Niemand im kleinen Rund hat dort ein derartig böses, hinterlistiges Foul gesehen. Schade, damit kann eine solch gute Partie einen völlig anderen Verlauf nehmen.

Unsere 47er ließen sich aber nicht durch willkürlich erscheinende Entscheidungen entmutigen, im Gegenteil, von nun an wurden die Raume noch ein Stück weit enger gestellt und dies schmeckte dem technisch versierten Tabellenführer nicht unbedingt. Nichts war von Spielfreude auf Seiten der Blau-Weißen zu sehen. Lediglich zwei Mal wurde es noch heikel vor dem 47er Kasten, aber Danny Kempter hat einmal mehr bewiesen, warum er zu den Besten seiner Zunft in unserer Liga gehört. Weiterhin ging es hin und her, 47 setzte „Nadelstiche“, Altglienicke wollte es spielerisch lösen. Just in diesem Moment wurde wieder der Schiedsrichter zum Hauptakteur. Geoffrey Borchardt hatte den Anschauungsunterricht in der dritten Minute genutzt, steigt am höchsten und wuchtete den Ball ebenfalls über die Linie, doch der Unparteiische pfiff auch diese Aktion gegen unsere 47er ab, aber fairerweise muss man sagen, kann man diese Aktion wegpfeifen. Geoffrey Borchardt hatte sich bei Philipp Wanski aufgestützt. So blieb es bei diesem leistungsgerechten 1:1.

Fazit:

Was die Mannschaft an diesem letzten Spieltag der Hinrunde geleistet hat, ist aller Ehren wert. Mit einem Kraftakt hat sie dem Klassenprimus nicht nur die Stirn geboten, ja gar am Rande einer Niederlage gehabt. Die Art und Weise wie diese 1:1 erkämpft wurde, zeigte den anwesenden Fans welcher Teamgeist in dieser Mannschaft steckt und sie hat bewiesen, dass das Eindringen in die Spitzengruppe der Berlin-Liga kein Zufall ist.

Statistik:

Altglienicke: Stein – Jakowitz, Palmer – Kirstein, Valentin – Radjabali, Wanski – Schneider, Griesert – Grötsch (60. Marschel), Kroll (90. Kunze)

Lichtenberg 47: Kempter – Götze, Wisnewski, Creutzberg, Jacobeit – Lehmann – Englert (74. Zimdahl), Schreck, Borchardt – Schadow (80. Doumbia), Reiß

SR: Pawlowski; z. Zuschauer: 140

Tore: 1:0 (3.) Palmer; 1:1 (16.) Jacobeit

Gelbe Karten: Griesert – Schreck, Lehmann

Rote Karte: Reiß (52.)

Teile diesen Artikel mit Freunden!

Kommentiere diesen Artikel

Designed with designed with love by IDGV GmbH - #13