Lichtenberg 47

Vereinssport im Herzen von Berlin

Vereinschronik

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Geschichte des Verein

Als der Verein 1947 als SC Lichtenberg 47 gegründet wurde, wurde bewußt auf die Anknüpfung an die Geschichte einer der Lichtenberger Vereine aus der Vorkriegszeit verzichtet, aus deren Reihen die Gründungsmitglieder um die unvergessenen Alfred Spanke und Werner Brodke hervorgingen. Erster gewählter Vorsitzender war Franz Erdmann.

Schon zur Zeit des kommunalen Sports nach 1945 gehörte Lichtenberg 47 zu den führenden Fußballvereinen in Berlin, jedoch konnte der Platz in der damals höchsten Spielklasse nie behauptet werden, doch gelang stets der sofortige Wiederaufstieg. So auch 1950, als politischer Starrsinn in den damals verantwortlichen Gremien zur Spaltung des Spielbetriebs in Berlin führte. So wurde Lichtenberg 47 1950 neben den bisherigen Berliner Oberligisten Union Oberschöneweide und VfB Pankow als Aufsteiger in der DDR-Oberliga eingereiht. Doch erwies sich die höchste Spielklasse für alle 3 Berliner Vertreter als eine zu hohe Hürde. Übrigens blieb Lichtenberg 47 in der DDR-Oberliga gegen Union und Pankow bei zwei Siegen und zwei Remis ungeschlagen! Während sich die Pankower nach dem Abstieg auflösten und im Dezember 1951 im Westteil Berlins neu gründeten und sich die Unioner freiwillig in die 1950 gegründete Ostberliner Bezirksliga zurückzogen, nahmen Lichtenberg 47 die Herausforderung in der DDR-Liga an, doch zeigte sich schnell, daß auch dort die Trauben sehr hoch hängen. Doch schon zu jener Zeit wurde unter Führung von Trainer Kurt „Sally“ Benthin eine neue Mannschaft aufgebaut, die fortan in der Spitze des Ostberliner Fußballs mitspielte, in der Bezirksliga mit Ausnahme des 5. Ranges in der Saison 1984/85 nie schlechter als auf Rang 3 einkam. 1956-1963 gehörte Lichtenberg 47 zum Stamm in der II. DDR-Liga und ab 1966 und 1971 konnte man sich für einige Jahre gar in der DDR-Liga behaupten, wo 1973/74 mit einem 4. Rang die beste Plazierung erspielt wurde. 1991 wurde zum 6. Mal die Ost-Berliner Stadtmeisterschaft errungen, wodurch der Sprung in die neue NOFV-Oberliga gelang. Doch erwiesen sich Gegner wie der 1.FC Magdeburg, der 1.FC Union Berlin oder FC Energie Cottbus als eine Nummer zu groß für die nunmehrigen Lichtenberger Freizeitfußballer, die so ein weiteres Mal Gründungsmitglied einer neuen Spielklasse wurden, der Verbandsliga im nun wieder vereinten Berlin. Doch statt der erhofften Konsolidierung und des Wiederaufstiegs mußte 1994 etwas überraschend der Weg in die Landesliga angetreten werden, aus der man erst 1996 unter Führung von Trainer Bodo Blumentritt wieder in die Verbandsliga zurückkehrte. Dort wurde auf Anhieb in der Spitze mitgespielt. Nach mehreren Anläufen gelang im Jahre 2001 unter Udo Richter die ersehnte Rückkehr in die NOFV-Oberliga, wo man auf Anhieb eine gute Rolle spielte. In der laufenden Saison gilt es nun mit dem neuen Trainer Dieter Timme, das Erreichte zu sichern und eine neue, junge Mannschaft aufzubauen.

Auch Lichtenberg 47 mußte sich wirtschaftlichen Zwängen beugen und 1969 seinen Status als Privatverein aufgeben. Durch die Fusion mit der BSG Elpro zur BSG EAB Lichtenberg 47 wurde der Lichtenberger Großbetrieb VEB Elektroprojekt und Anlagenbau Berlin (EAB) zu einem wichtigen Überlebenshelfer des Vereins. Als mit der Gründung des Berliner Bezirkes Marzahn der VEB EAB Berlin zum neuen Bezirk Marzahn kam, mußte erneut eine Namensänderung hingenommen werden. Bis 1990 hieß der Verein nun BSG EAB Berlin 47. Etwas überstürzt kam es im Juli 1990 zum heutigen Namen SV Lichtenberg 47, wie der Verein heute noch heißt. Doch gibt es Überlegungen bei den 47ern, ihrem Verein wieder seinen Gründungsnamen zurück zu geben.

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