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Tennis Borussia – Lichtenberg 47 (6. Spieltag Berlin-Liga)

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Tennis Borussia – Lichtenberg 47 (6. Spieltag Berlin-Liga)

tennis-li47-ergDie Partie begann gleich mit einem Aufreger. Nach drei Minuten tauchte Christoph Zimdahl völlig freistehend vor Keeper Rahden auf, aber er nutzte die Chance nicht. So entwickelte sich ein Spiel in dem Lichtenberg 47 den Ball sicher in den eigenen Reihen hielt, Tennis Borussia sich aber nicht aus ihrer defensiven Grundornung locken ließ. Chancen ergaben sich nicht viele, einmal versuchte sich Christoph Zimdahl, der Ball ging aber nur ans Außennetz. Auch Uwe Lehmann versuchte sich, sein Fernschuss konnte Rahden aber parieren. TeBe war zu sehr mit der Defensivarbeit beschäftigt, lediglich Gündogdu wollte mehr, überzog ständig und hatte Glück den Halbzeitpfiff noch auf dem Spielfeld erleben zu dürfen. Die spielerische Überlegenheit von Lichtenberg 47 nutzte Alexander Foth nach einer feinen Einzelleistung als er am 16er einen Schuss antäuschte, zwei Spieler aussteigen ließ und dann den Ball unhaltbar in das linke Eck schob. Als viele schon den Halbzeittee in der Nase spürten, gelang Gündogdu nach einem 47er Ballverlust im Mittelfeld mit einem sehenswerten Schuss in den rechten Angel das völlig unerwartete 1:1. Das Spiel war auf den Kopf gestellt. Nach dem Seitenwechsel gaben beide Mannschaften ein völlig anderes Bild ab. TeBe hatte nun doch den Vorwärtsgang gefunden, aber Lichtenberg 47 schien etwas konsterniert zu sein. Nach vorne ging bis auf einige Konter fast nichts mehr. Und bei eben diesen wenigen Spielzügen hatten die Hausherren immer irgendwie noch ein Bein oder ein Fuß zwischen. Tennis Borussia spielte nun auf Sieg, 47 schien angeknockt zu sein, doch mehr als ein Fernschuss den Danny Kempter gut parierte und einem Angriff über rechts der über das 47er Gehäuse ging war nicht zu sehen. Vielen stockte dagegen der Atem als Danny Kempter einen „Rückpass“, der auftippte, über ihn ins Tor zu trudeln schien, kurz vor der Torlinie retten konnte. Die entscheidende Szene dann in der 90. Minute, Schiedsrichter Steinfurth pfiff einen Rückpass, somit gab es einen indirekten Freistoß auf der 5-Meterraumlinie. Nach minutenlangen Diskussionen der Borussen nagelte Alexander Foth das Spielgerät unhaltbar unter die Latte. Nun gab es nach den Schmähungen der Borussenfans (ich weiß gar nicht ob man diese Gestalten als Fans bezeichnen darf) kein Halten mehr, Jubel pur an der Eckfahne. Nach weiteren Tumulten und Feldverweisen beendete Schiedsrichter Steinfurth die Partie.

Fazit:

Wieder einmal ein Spiel mit zwei völlig verschiedenen Halbzeiten. Während dies bei den Borussen schon im Vorfeld prognostiziert wurde (Fuwo – Wundertüte TeBe), so sollte dies bei unserer Mannschaft nicht zum Standard werden. Am Ende ein nicht unverdienter Sieg, aber mit einem 1:1 hätte Lichtenberg 47 auch leben müssen. Dass Entscheidungen von Schiedsrichtern Emotionen hervorrufen ist normal und sicher auch gewollt, denn dass macht den Fußball ja schließlich aus. Die Szenen (attackieren des Schiedsrichters, Androhung von Gewalt gegenüber des Gegners) im Mommsenstadion, inklusive völlig respektloser Rufe (immer nur „Scheiß BFC, Scheiß Hertha, Scheiß Union, Määäähhhhhhhhh gegen die 47-Spieler“), sogenannter Fans ließen dieses vermeintliche Saisonhighlight in keinem guten Licht erstrahlen. Sportlich gesehen war es für Lichtenberg 47 der vierte Sieg in Folge, aber der Glanz fehlte, nichts desto trotz ist dieser Sieg für viele Fans ein wahres Fest.

Statistik:

SR: Lothar Steinfurt; z.Z. 325 im Mommsenstadion

Tore: 0:1 (32.) Foth; 1:1 (45.) Gündogdu; 1:2 (90.+4) Foth

Wer sich einen Eindruck vom Geschen im Mommsenstadion machen möchte, hat auf der Lichtenberg 47- Pinwand bei Facebook die Chance dazu.

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