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Lichtenberg 47 – VfB Hermsdorf (2. Spieltag Berlin-Liga)

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Lichtenberg 47 – VfB Hermsdorf (2. Spieltag Berlin-Liga)

li47-hermsdorf-ergDie Ausgangslage

Beide Mannschaften konnten am ersten Spieltag keine Punkte einfahren, daher ging es neben den drei Punkten auch darum den Saisonstart nicht vollends zu verpatzen. Schließlich folgen für beide Mannschaften in den nächsten Spielen weitere hochgehandelte Gegner. 47 konnte dabei fast auf den kompletten Kader zurückgreifen, nur Norman Janke fehlte. Beim VfB Hermsdorf fehlte Trebess, er schaffte es nicht pünktlich zum Spiel, wurde aber nach seiner Ankunft recht schnell eingewechselt.

So lief das Spiel

Lichtenberg 47 begann sehr konzentriert und fackelte in den ersten 30 Minuten ein wahres Feuerwerk ab. Vermisste der Zuschauer beim Saisoneröffnungsspiel in Staaken noch die Leidenschaft und den Biss, so wurde er in diesem Spiel, zumindest in den ersten dreißig Minuten, entschädigt. Die Mannschaft zeigte Kombinationen, drängte den Gegner in die eigene Hälfte, schnürte ihn fast schon am eigenen Sechszehner ein. Das war richtig gut anzusehen. Folgerichtig fiel auch das 1:0 durch Kapitän Uwe Lehmann (14.). Nur neun Minuten später erhöhte Marcel Schreck nach einer mustergültigen Flanke von Björn Bandermann per Kopf auf 2:0, den Hermsdorfern drohte schwindlig zu werden. In dieser Phase hätte gut und gerne auch noch Tor drei und vier fallen können, aber wie so oft, so kam es auch diesmal, eine Unachtsamkeit nutzte der VfB zu einem mustergültigen Konter, Danny Teichfischer konnte auf 1:2 verkürzen. Mit diesem Anschlusstreffer im Nacken merkte man den 47ern eine gewisse Ängstlichkeit an. Zwar lief das Spiel weiterhin mehr in der Offensive der 47er ab, aber nicht mehr so zwingend wie bisher. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabine.
In den zweiten 45 Minute änderte sich das Bild dann aber nach und nach. Die Angst vor dem Ausgleich war stets zu spüren. In der 54. Minute war es dann auch soweit. Venz nutzte eine Unachtsamkeit in der 47er Abwehr und glich, zu diesem Zeitpunkt doch etwas glücklich, zum 2:2 aus. Nun schaltete Lichtenberg 47 wieder den Vorwärtsgang ein, folgerichtig auch das 3:2 (59.) durch Marcel Schreck. Von nun an wurde der VfB Hermsdorf merklich stärker. Und von Minute zu Minute wurde die Angst der Zuschauer immer größer, dass 47 ein so sicher scheinendes Spiel noch aus der Hand geben würde. Dies war auch nicht ganz unberechtigt. In der Abwehr waren ungewohnt viele Fehler zu sehen, Entlastung gab es kaum noch. Höhepunkt sicher auch ein Handspiel von Patrick Boese im eigenen Strafraum, folgerichtig der Elfmeterpfiff. Trebess konnte den Ball aber nicht unterbringen, Keeper Danny Kempter ahnte die Ecke und parierte (75.). In der letzten Viertelstunde agierte nur noch Hermsdorf, 47 konterte, spielte aber die sich bietenden Möglichkeiten zu schlecht aus. In der 83. Minute dann ein weiterer Aufreger. Schiedsrichterin Katja Kobelt gab ein Tor des VfB wegen Abseitsstellung nicht. In der 90. Minute sah der nur 20 Minuten zuvor eingewechselte Nico Englert noch die Rote Karte. An der Mittellinie ließ er sich zu einem Foul hinreißen. Letztlich blieb es aber bei diesem 3:2.

Fazit

Ein Spiel mit zwei völlig verschiedenen Halbzeiten mit einem Sieg von Lichtenberg 47, der auf Grund der wirklich sehr guten ersten 30 Minuten, vielleicht gerade noch so in Ordnung geht, aber über ein Unentschieden hätte sich auch Niemand beschweren dürfen. Sollten beide Mannschaften diese Leistungen (47 die erste Halbzeit, Hermsdorf in der zweiten Halbzeit) in der Saison konservieren können, so werden die gesteckten Ziele realistisch sein.

Statistik

Lichtenberg 47: Kempter – Götze, Creutzberg, Reiniger, Jacobeit – Schreck, Lehmann – Zimdahl (65. Boese), Foth (88. Wisnewski), Bandermann – Schadow (70. Englert)

SR: Katja Kobel; z.Z. 77 auf dem Sportplatz Bornitzstraße

Tore: 1:0 (14.) Lehmann; 2:0 (25.) Schreck; 2:1 (29.) Teichfischer; 2:2 (54.) Venz; 3:2 (59.) Schreck

Gelbe Karten:

Rote Karte: Englert (90.) Foulspiel

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