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Lichtenberg 47 – Reinickendorfer Füchse (10. Spieltag Berlin Liga)

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Lichtenberg 47 – Reinickendorfer Füchse (10. Spieltag Berlin Liga)

li47-fuechse-ergHätte ich den Bericht für die Fachpresse verfassen dürfen, so hätte ich die Überschrift „Das Streben nach Glück“ genannt. Was ist eigentlich dieses Glück, ist es das Glück des Tüchtigen, oder ist es einfach nur Glück? Ist es das Glück welches man sich erarbeiten muss, oder ist es einfach nur Glück. Unsere 47er hatten in dieser Partie zum Ende hin sicher eine gewisse Portion Glück, aber es war wieder einmal ein Glück aus der Kategorie hart erarbeitet. Bereits nach gut 80 Sekunden fiel nach einer mustergültigen Flanke von Christoph Zimdahl das 1:0. Moussa Doumbia köpfte sein fünftes Saisontor. Von nun an stellten weite Teile von Lichtenberg 47 ihren Job scheinbar ein. Doch ganz so einfach sollte der Zuschauer dies auch nicht abtun, schließlich sind die Füchse auch nach Lichtenberg gekommen und wollten ihr Fell so teuer wie möglich verkaufen. Und da gab es dann ja auch noch Alexander Arsovic. Drei Jahre lang trug er das Trikot von Lichtenberg 47, ehe es ihn zu den Füchsen verschlug. Seine Motivation es Allen zu zeigen war besonders zu spüren. Als Björn Bandermann Cubukcu im Strafraum foulte, verwandelte er gegen Denny Kempter eiskalt. Er drosch den Ball in die Mitte des Gehäuses. Nur acht Minuten später nutzte er eine der wenigen Schwächen unseres Keepers zum 2:1 für die Gäste. Es schlenzte einen Freistoß in die Maschen. Sein Glück schien ihn fast fliegen zu lassen, hätte El-Asmer nur zwei Minuten später freistehend vor Denny Kempter auf 3:1 erhöht, 47 hätte sich wahrscheinlich nicht mehr erholt. Gott sei Dank ging es nur mit einem 1:2 Rückstand in die Kabinen. Die Ansprache von Trainer Daniel Volbert war durch zwei geschlossene Türen zu hören. Es schien aber gefruchtet zu haben. Nach dem Seitenwechsel waren keine drei Minuten gespielt, als sich Oliver Götze auf der rechten Seite durchsetzte und Alexander Schadow freistehend vor Keeper Freuer stand. Solch eine Chance lässt sich der Goalgetter selten entgehen. Nun spielte Lichtenberg 47 gefällig nach vorne, erspielte sich auch einige Chancen, aber den entscheidenden Treffer erzielte Christoph Zimdahl mit einer feinen Einzelleistung. Er lässt etwa 40 Meter vor dem Tor zwei Gegenspieler aussteigen, geht noch ein paar Schritte und zieht aus gut 25 Metern ab. Der Ball schlägt unhaltbar für Freuer ein. Nun kamen aber die Füchse wieder besser in Spiel. Lichtenberg 47 hatte zum Ende des Spiels einige gute Konterchancen, aber da keine genutzt wurden, stand das Spiel auf Messers Schneide. Aufregung in der Nachspielzeit. Bei einer Ecke der Füchse stand Keeper Freier auf Höhe der Mittellinie und ein Konter unserer 47er, Schadow hatte Freuer auf Höhe der Mittellinie ausgespielt, schien die Entscheidung herbeizuführen, doch der Schuss hoppelte nur bis zum Sechzehner. In der Schlusssekunde musste gar Oliver Götze per Kopf auf der Linie retten, somit stand der fünfte Sieg im fünften Heimspiel fest.

Fazit:

So banal und abgedroschen es klingt, aber in dieser Liga kann mittlerer Weile jeder jeden schlagen. In diesem Spiel war der vermeintliche Klassenunterschied nicht zu erkennen. Unsere 47er haben aber erneut bewiesen, dass sie auch in Situationen wie nach der ersten Halbzeit, einen Plan hat, um eine Partie für sich zu entscheiden. Die Füchse sind ein weiteres Mal an ihrer mangelnden Chancenauswertung gescheitert, aber ihr Spiel lässt eigentlich keine Zweifel aufkommen. Der Weg der Füchse geht über kurz oder lang nach oben.

Statistik:

Lichtenberg 47: Kempter – Götze, Creutzberg, Reiniger, Bandermann – Zimdahl , Schreck (46. Jacobeit), Lehmann, Gusman (32. Wisnewski) – Schadow, Doumbia (88. Reiß)

Füchse: Freuer – Yildirim, Hube, Karacorluoglu, Adigüzel (60. Konal) – Seidel, Arsovic (60. Magiera), Uwakwe (86. Ahmetovic), Cubukcu, Juckem – I. El-Asmer

SR: Gül ; z. Zuschauer: 151

Tore: 1:0 (2.) Doumbia; 1:1 (16.) Arsovic (FE); 1:2 (24.) Arsovic; 2:2 (48.) Schadow; 3:2 (63.) Zimdahl

Gelbe Karten: Bandermann, Creutzberg, Schadow, Zimdahl – Konal, Yildirim

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