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Interview mit Mehmet Aydin

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Interview mit Mehmet Aydin

Wie versprochen, gibt es mit jedem Neuzugang ein Interview zum Wechsel des Spielers. Den Anfang macht heute Mehmet Aydin, der vom Landesligisten Spandauer SV in unser schönes Stadion wechselte. Ich traf mich mit Mehmet zu diesem Gespräch, in dem er mir Rede und Antwort stand.

aydin_200_01Ricardo:
Mehmet, erst einmal Herzlich Willkommen bei Lichtenberg 47. Vielen Fans von „L47“ bist Du noch in Erinnerung als der, „der uns 2 Tore beim Pokalkrimi gegen den Spandauer SV (6:5) einschenkte“. Nun hast du im Sommer die Seiten gewechselt. Stell Dich doch bitte kurz vor und gib uns einen Einblick in deine bisherige Laufbahn.

Mehmet:
Zuerst einmal, Vielen Dank für die Begrüßung. Ja, mein Name ist Mehmet Aydin, ich bin 24 Jahre jung und komme als Stürmer vom Spandauer SV zu Euch, nach Lichtenberg. Ich habe meine komplette Jugendausbildung bei Tennis Borussia Berlin genossen, wo ich auch im ersten Männerjahr gespielt habe. In der B-Jugend habe ich 50 Tore, in der A-Jugend Bundesliga 20 Tore gemacht. Gleich in meiner ersten Saison wurden wir Berliner Pokalsieger (2:0 gegen Hermsdorf). Von dort bin ich für ein Jahr in die Türkei gegangen und spielte für Ankaragücü (1. Liga) und Trabzon 1461 (2. Liga). Trabzon 1461 ist so etwas wie das „Farm-Team“ für Trabzonspor. Dort parkt man die jungen Spieler und schaut, wie sie sich entwickeln. Danach kam ich wieder nach Berlin zurück und ging in die NOFV – Oberliga zum BFC Preussen. Über die Stationen SC Staaken, SF Kladow und Spandauer SV bin ich nun zu Lichtenberg 47 gekommen.

Ricardo:
Du hast deine Qualitäten, vor dem gegnerischen Gehäuse, schon seit deinen Juniorenjahren deutlich unter Beweis gestellt und viele Tore geschossen. Zuletzt waren es 66 Tore in 30 Landesliga-Spielen. Dazu 5 Tore im Pokal (2 davon gegen uns) in 4 Spielen. Nun der Wechsel aus der Landesliga in die zwei Klassen höhere Oberliga. Was sind, sportlich und persönlich, deine Ziele bei Lichtenberg 47?

Mehmet:
Meine Ziele mit „L47“ sind, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Was am Ende dabei raus kommt, wird man sehen. Auf jeden Fall haben wir eine tolle Mannschaft und sehr viel Potenzial. Natürlich spielt auch das Glück eine wichtige Rolle. Ich denke, das wenn wir einen guten Saisonstart erwischen, und die ersten Spiele erfolgreich gestalten, ist alles möglich in dieser Saison. Natürlich würde es mich sehr freuen, wenn wir auch im Pokal noch einmal so weit kommen, wie in der vergangenen Spielzeit, denn Pokalspiele sind immer sehr interessant und machen uns aktiven Fußballern viel Spaß. Für mich persönlich ist sehr wichtig, das es im Team „stimmt“, denn ich persönlich brauche das Vertrauen meiner Mitspieler, welches ich mit hoffentlich vielen Toren zurückzahlen kann. In erster Linie steht bei mir jedoch immer der Erfolg der Mannschaft. Mit wie vielen Toren ich dazu beitrage, ist für mich nebensächlich.

Ricardo:
Du sprichst das Pokalfinale an, welches für uns der größte Moment überhaupt war. Warst Du im Stadion? Wie hast Du das Spiel erlebt?

Mehmet:
Ja ich war im Stadion. Es war ein Spiel, wo sich auf beiden Seiten gute Tormöglichkeiten ergaben. Leider hat es für „47“ nicht gereicht. Ein Sieg für Lichtenberg 47 wäre sicher nicht unverdient gewesen. Es war ein sehr spannendes Spiel, vor großer Kulisse und tollen 47-Fans.

Ricardo:aydin_200_02Was waren Deine bisherigen Höhepunkte deiner noch jungen Karriere?

Mehmet:
Definitiv der Pokalsieg 2008 mit Tennis Borussia, die 66 Tore in der letzten Saison beim SSV, meine Zeit in der türkischen Profiliga und ein erfolgreich absolviertes Probetraining als 17-jähriger beim spanischen Topclub Atletico Madrid, woraufhin mir ein Vertrag angeboten wurde. Negative Dinge in meinem beratenden Umfeld, auf welche ich nicht weiter eingehen möchte, haben mir diese Chance leider zunichte gemacht.

Ricardo:
Mit welchen prominenten Spielern hast Du schon zusammen gespielt?

Mehmet:
Mit Anis Ben-Hatira und Jerome Boateng habe ich in der Jugend bei Tennis Borussia zusammen gespielt, wir sind ja alle ein Jahrgang. Mit dem Ex- 47er Halil Savran habe ich 2008 den Pokal mit Tennis Borussia gewonnen.

Ricardo:
Nimmst Du dir im Stadionumfeld eine Wohnung oder pendelst Du von Spandau?

Mehmet:
Ich bleibe in Spandau und bilde mit Gino Krumnow eine Fahrgemeinschaft. Wir fahren etwa 40 Minuten, das ist in Ordnung.

aydin_200_03Ricardo:
Wie sind deine ersten Eindrücke der neuen Mannschaft?

Mehmet:
Ich wurde super aufgenommen. Ich finde die Truppe richtig gut und denke, dass wir viel Spaß haben werden. Auch das Umfeld ist sehr nett.

Ricardo:
Team-Manager Benny Plötz hat Dich, aus seinen aktiven Tagen, noch in besonderer Erinnerung. Erzähl uns doch bitte davon.

Mehmet:
Er spielte mit den Reinickendorfer Füchsen in der U17 um die Berliner Meisterschaft gegen uns (Tennis Borussia). Das Spiel ging verloren und ein gewisser Mehmet Aydin machte das Tor. Heute lächeln wir darüber. Leider hat Benjamin das Verletzungspech verfolgt, woraufhin er die Karriere sehr früh beenden musste. Lichtenberg 47 konnte ihn glücklicherweise in die Vereinsarbeit integrieren, und hat nun einen hervorragenden Team-Manager, und wunderbaren Menschen in seinen Reihen. Darüber kann man bei 47 sehr stolz sein.

Ricardo:
Ja, Benny Plötz ist definitiv ein Glücksfall für den Verein. Noch eine letzte Frage Mehmet. Man kann sich vorstellen, dass Du mit deiner Torquote nicht nur von L47 ein Angebot hattest. Was gab am Ende den Ausschlag zu 47 zu gehen, und wer war noch an Dir dran?

Mehmet:
Es gab einige lose Anfragen, auch aus der Oberliga, und konkrete Angebote von Tennis Borussia, dem BSV Hürtürkel und Hertha 03 Zehlendorf. Mich hat am meisten das Gespräch mit dem Trainer und Benny Plötz überzeugt. Ich war auch bei einigen Spielen zugucken, wo mir das Auftreten der Mannschaft sehr gefallen hat. Auch ein Punkt war der Kontakt zu Kadir Erdil, mit dem ich sehr gut befreundet bin. Ebenfalls genannt werden, muss die sehr positive Entwicklung von L47, in den letzten Jahren. Der Verein ist gut strukturiert, und keine Eintagsfliege, wie man auch heute beim „Showtraining“ gesehen hat. All das hat mir gefallen und mich von einem Wechsel überzeugt.

Ricardo:
Mehmet, ich bedanke mich bei Dir für die Zeit für dieses Gespräch und wünsche Dir für deine Zeit bei Lichtenberg 47 viel Erfolg, Glück und vor allem Gesundheit.

Mehmet:
Ich habe zu danken.

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