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Frauen: Immer was Neues im Berliner Fußballzirkus

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Frauen: Immer was Neues im Berliner Fußballzirkus

1474517_672180726137507_1979359943_n-300x168GW Neukölln II – Li-47 abgebrochen

Immer wenn man denkt man hat nach mehr als 20 Jahren Trainerjob alles erlebt, setzt einem der Berliner Fußball dem noch mal die Krone auf und es kommt ein neues Kapitel dazu. Na zumindest wird’s so nicht langweilig, und man könnte sicher Bewerbungen für den „Realen Irrsinn“ von Extra3 einreichen. Heute war wieder so ein Tag.

Angesetzt war unser letztes Hinrundenspiel für Samstag 16 Uhr, im Laufe der Woche wurde es auf 15 Uhr vorverlegt. Alle Spielerinnen die die fürs Spiel vorgesehen waren konnten das auch ohne Probleme bewerkstelligen, und unsere Samstags arbeitende Bevölkerung wie Mona Aping, Jacqueline Riebe, Manja Möllmer, Sandra Brämer, Steffi Pruß usw. konnten eh nicht.
Die Wetterverhältnisse unter der Woche waren durch das Orkantief nicht die Besten, deshalb trainierten wir auch zweimal in der Halle und hatten dabei unseren Spaß.
In Neukölln angekommen präsentierten sich beide Plätze in weiß, leider bleibt auf diesen alten Kunstrasenplätzen jede noch so kleine Schneeflocke immer liegen.
Der Trainer oder Co oder Betreuer, empfing uns gleich mit der Info, das bestimmt nicht gespielt werden kann. Das traf für den vorderen Platz auf jeden Fall zu, da dort offenbar ein paar Kinder gespielt hatten und somit der Strafraum vereist war.
Aber es gibt noch einen zweiten Platz, und dieser war den Wetterverhältnissen entsprechend ohne größere Probleme bespielbar. Aber offensichtlich wollten die Neuköllner Verantwortlichen gar nicht spielen, und der Platzwart wohl dringend nach Hause. Der spät erscheinende junge Schiedsrichter aus Britz sah sich den Platz aber an und kam zu dem völlig logischen Schluss, dass der Platz absolut bespielbar sei.
Er ließ sich aber auf den Kompromiss ein, notfalls das Spiel nach 15 Minuten abzubrechen, falls er feststellte das es zu glatt werden würde und die Gefahr für Spielerinnen zu hoch wäre. Das fand ich eigentlich eine gute Lösung.
Das Spiel begann dann mit 15 Min Verspätung, und es entwickelte sich sehr schnell ein erstaunlich gutes Schneespiel. Beide Seiten konnten sich Chancen erspielen, das Chancenverhältnis entsprach mit 4:2 für uns in etwa den Tabellenverhältnissen.
Natürlich konnte man auf dem Platz keine 17 Kringel drehen, aber sowohl wir, als auch die sehr junge Neuköllner Mannschaft stellten sich sehr schnell auf die Gegebenheiten ein. Es gab nicht das geringste Problem.
Trotzdem unterbrach der junge Schiri nach 15 Minuten und befragte beide Mannschaften ob weitergespielt werden solle. Sowohl die Neuköllner Mädels, als auch unsere Spielerinnen wollten weiterspielen und so signalisierte es der Schiri auch. Allerdings fingen dann wiederum die Neuköllner Verantwortlichen an den Schiri zu einem Spielabruch zu drängen indem sie ihm irgendwelchen versicherungstechnischen Quatsch unter die Nase rieben, worauf er dann nach 5 Minuten klein bei gab und trotz großem Unverständnis fast aller 22 Spielerinnen das Spiel völlig unnötig abbrach.

Es bleibt immer ein sehr fader Nachgeschmack, wenn man das Gefühl nicht los wird, das den Neuköllnern das sehr gut ins Konzept passte. Das für uns eine weitere Anreise von Lichtenberg nach Neukölln nicht unbedingt schmeckt ist klar, denn wer weiß wann, wie und unter welchen Umständen das Spiel dann statt finden wird. Ob sich der Gegner erhofft dann Vorteile zu haben, weil vielleicht von uns dann Spielerinnen nicht können, oder sie dann Spielerinnen aus der Ersten einsetzen oder sonst was, ich weiß es nicht.
Aber egal wie man es betrachtet, ein ungutes Gefühl bleibt, zumal nach den Erfahrungen der letzten Jahre niemand weiß wie der Winter wird, wann das Spiel in den engen Terminplänen reingeschoben werden kann, und dann möglicherweise unter der Woche um 19.00 Uhr nach Neukölln zu reisen, ist sicher nicht besonders erfreulich.
Schade für die 22 Akteurinnen, die heute wollten, aber nicht durften.

Li-47 Berlin spielte heute mit:Anne Bismark – Miriam Orphal, Sandra Müller, Laura Orphal, Kristin Peickert, Steffi Burgdorff, Olga Kolomiets, Annika Lenz, Lara Rapp, Nancy Warnemünde, Dashne Ahmed. Reserve Toni Rechberg, Samantha Dauth

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