Lichtenberg 47

Vereinssport im Herzen von Berlin

Frauen: Vorstellung Jens-Uwe Ludwig

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Frauen: Vorstellung Jens-Uwe Ludwig

jens-uwe-ludwig-sprichtIn lockerer Reihenfolge wollen wir auch die Akteure und Teams aus den Bereichen Jugend und Frauen- und Mädchen vorstellen. Den Beginn macht der Trainer unserer Frauen, dem es in der abgelaufenen Saison gelang, den Aufstieg in die Landesliga mit seinem Team zu realisieren.
Geboren 1968 in Berlin, war der Sport schon immer ein großer Bestandteil seines Lebens. Allerdings war Fußball nur nebenbei sein Sport. Denn davor kam der Radrennsport, der in Berlin eine große Tradition hat. Erst mit 13 Jahren schloss er sich seinen Kumpels bei der damaligen BSG
Tiefbau Berlin (heute SV Blau-Gelb) an. Das es später nie zum höherklassigen Fußball reichte, war dem Berufswunsch geschuldet. Seemann zu werden und aktiv Fußball zu spielen, das geht nunmal nicht. Aber direkt nach der Wende und mit einem neuen Beruf an Land und in Berlin, schloss er
sich wieder den Blau-Gelben an. Der damalige und noch heutige Jugendleiter erkannte sein Talent: nicht unbedingt als Spieler, da war er Mittelmaß, aber als jemand der andere begeistern und ihnen etwas beibringen kann. So wurde er Trainer der „Kleinsten“ beim SV Blau-Gelb, hier war er über viele Jahre so erfolgreich, dass auch andere darauf aufmerksam wurden.

So erfolgte der Wechsel ins Jugendleistungszentrum des 1. FC Union, was sehr spannende und lehrreiche Jahre wurden. Immer wieder nahm er auch an eher ungewöhnlichen Trainerfortbildungen u.a. bei Ajax Amsterdam, Schalke 04, SC Freiburg und Bayern München teil. Durch einen Zufall wurde er dann auch bei der Suche nach einem neuen Trainerteam für die Frauen des 1. FC Union angesprochen. Diese spielten zwar in der Regionalliga, fristeten aber ein kümmerliches Dasein. Zusammen mit Frank Schwalenberg, der von Werder Bremen zu den Frauen des 1. FC Union kam, wurden erste professionelle Strukturen aufgebaut. Danach strukturierte er zusammen mit Marcel Holz die gesamte Frauen-und Mädchenabteilung, dass die heute bekannten Erfolge im Nachwuchs das Aushängeschild des Mädchenfussballs in Berlin sind. Ganz nebenbei wurde dann auch zweimal der Berliner Pokal gewonnen und der erstmalige Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft.

Es zeichnete sich aber irgendwann ab, das 2. Bundesliga und Familie plus Beruf einfach nicht zu vereinbaren war. Deshalb erfolgte der Wechsel zu den damals bereits seit Jahren erfolgreich in der Verbandsliga spielenden Frauen des SV Blau-Gelb. Ganz nebenbei trainierte er auch noch die Landesliga D-Jugend seines jüngsten Sohnes. Aber Anspruch und Wirklichkeit passten irgendwie nicht zusammen, und so wurde er bei den Frauen des SV Blau-Gelb nach zwei Jahren in der Winterpause 2013 entlassen.

Eine Tür schließt sich, eine nächste öffnet sich. Nachdem die Entlassung bekannt wurde, meldetet sich sofort ein langjähriger Freund, Thomas Miksch, von Lichtenberg 47. Dort gingen im Frauenbereich gerade die Lichter aus. Letzter Platz in der Landesliga und kaum noch Spielerinnen
da. Was als reiner Freundschaftsdienst begann, entwickelte sich nach und nach zu einer Herzensangelegenheit, denn Nichts war einfach. Innerhalb weniger Tage mussten Spielerinnen dazu geholt werden, sonst hätte man direkt abmelden müssen. Das gelang, und bis Saisonende wurde
nicht nur gespielt, sondern wurden auch fleißig Punkte gesammelt. Soviele, das man nach dem letzten Spiel sogar drei Punkte über dem Strich zum Abstieg stand. Aber das will in Berlin nichts heißen, nach Saisonschluss bekam ein Team aus einem anderen Spiel drei Punkte zugesprochen und wir mussten auf Grund des schlechteren Torverhältnisses absteigen.

Aber es fing an Spaß zu machen, die verbliebenen Spielerinnen zogen voll mit. Eine gute Saison folgte, aber es reichte nicht ganz zum
Aufstieg. Wieder gingen einige Spielerinnen die gern höherklassig spielen wollten, aber mit den Lehren aus der Vorsaison und wenigen, aber sehr guten Verstärkungen marschierten die Frauen von Sieg zu Sieg, bis jetzt eben der Aufstieg in die Landesliga fest stand.

Der Zulauf an Spielerinnen hält weiter an, so konnte bereits zum Halbjahr eine Kleinfeldmannschaft nachgemeldet werden. Diese soll später eine reine Ü30 Mannschaft werden, um auch endlich die älteren Spielerinnen im Verein zu halten, da man diesen viel zu verdanken hat. Da aber auch der
Nachwuchs ein leichtes, aber stabiles Wachstum hat, kann man getrost in die Zukunft schauen, denn die Frauen werden aktiv ins Vereinsleben der 47er eingebunden und erhalten viel Rückendeckung vom Verein. Das macht stolz und lässt auf eine weitere positive Entwicklung hoffen.

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