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Oberligateam: Endlich geht es wieder los

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Oberligateam: Endlich geht es wieder los

oberligateamLang genug hat sie gedauert, unsäglich lange. Doch morgen wird sie endlich vorbei sein, die punktspielfreie Zeit in der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“. Mit dem FC Hansa Rostock II kommt dann auch gleich ein ganz dicker Brocken zu Gast nach Lichtenberg. Zwar belegen die Schützlinge von Trainer Axel Rietentiet, einen für Rostocker Verhältnisse unbefriedigenden, 11. Tabellenplatz, aber das Leistungsvermögen der Ausbildungsmannschaft wird als bedeutend höher eingeschätzt. Somit dürfte das ersatzgeschwächte 47er Team gewarnt sein. Doch viele werden sich an die denkwürdige Partie in Rostock erinnern, als unsere 47er das Spiel in den Schlusssekunden drehten und innerhalb kürzester Zeit aus einem 0:1 ein 2:1 machten. Das Spiel findet am Sonntag ab 14:00 Uhr in der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“ statt. Die Gästefans werden gebeten den Eingang in der Normannenstraße zu benutzen.

FC Hansa Rostock II

Wie jede 2. Mannschaft, deren 1. Herren im Profifußball tätig sind, so liegt auch bei den Rostockern das Hauptaugenmerk auf der Ausbildung einzelner Talente, um einigen von ihnen den Sprung in den Profikader zu ermöglichen. In der Regel verläuft dieser Ausbildungsprozess bis spätestens zum 23. Lebensjahr, dann fällt die Entscheidung, ob der Spieler den Sprung geschafft hat oder ob der Vertrag gelöst wird.

Die Nachwuchsarbeit im Leistungszentrum des FC Hansa zeichnete sich in den letzten Jahren von hoher Qualität aus, was sich auch in der Erringung der deutschen Vizemeisterschaft 2005 bei der B-Jugend unter Trainer Thomas Finck dokumentierte. Die Krönung war zweifelsohne die Erringung des Titels des deutschen Meisters bei der A19 Jugend unter Trainer Michael Hartmann, der auch jahrelang als Bundesligaspieler bei Hertha BSC tätig war. Dieses Fundament an hervorragend ausgebildeten Nachwuchsspielern war auch die Basis dafür, dass die 2. Mannschaft in der vorigen Saison souverän als Meister aus der NOFV-Oberliga Nord mit 9 Punkten Vorsprung vor dem 1. FC Union II hervorging. Das angestrebte Ziel des Aufstiegs in die aufgrund der Reform auf 5 Klassen erweiterten Regionalliga konnte jedoch nicht vollzogen werden, da aufgrund des Abstiegs der Lizenzmannschaft in die 3. Liga das Recht auf den Aufstieg verloren ging. Eine 2. Mannschaft darf maximal der fünfthöchsten Spielklasse angehören.
Nach der Spielzeit 2009/10 hatte die 2. Mannschaft mit einem 12. Tabellenplatz die sportliche Hürde zum Klassenerhalt in der Regionalliga geschafft, die Mannschaft wurde jedoch aus finanziellen Gründen abgemeldet, da auch seinerzeit die 1. Mannschaft abgestiegen war.
Wie aus der Rubrik Zahlen und Fakten ersichtlich ist, verließen etliche Spieler den Verein um ihre Karriere in anderen Mannschaften der Regionalliga bzw. Oberliga im Norden Deutschlands weiter zu verfolgen. So war es auch nicht unbedingt verwunderlich, dass zum Redaktionsschluss der Sonderausgabe der Fußballwoche nur 14 Spieler namentlich genannt werden konnten. Ohne die Schwere der Aufgabe zu unterschätzen gab Trainer Axel Rietentief vor Saisonbeginn an, dass ein Platzierung zwischen Rang 3 und 5 möglich wäre.
Der Saisonstart verlief jedoch unerwartet holprig und die Mannschaft befand sich zunächst im Tabellenkeller, um sich im Verlauf der Hinrunde mit 18 erzielten Punkten noch auf den 11. Tabellenplatz vorzuarbeiten. Dabei kamen nicht weniger als 31 Spieler zum Einsatz. Die Rückrunde dürfte erfolgreicher laufen, sind doch nicht weniger als vier Profis aus der 1. Mannschaft vorerst für die 2. Mannschaft nominiert. Dies sind der Niederländer, Geenen, die Österreicher Berger und Pfingsten sowie der Sohn des Ex-Trainers Wolf. Laut Transfermarkt betrug der Gesamtwert der Spieler, die die 2. Mannschaft verlassen haben 100.000 € während der jetzige Kader einen Wert von 675.000 € verkörpert. Aufgrund des Abstiegs der Lizenzmannschaft ändert sich der Status des Reserveteams, (keine U-23 Mannschaft mehr) so dass theoretisch zahlreiche ältere Akteure eingesetzt werden können, da die üblichen Wartefristen, die zuvor bei den Profis eingesetzt waren, nicht mehr gelten.
Christian Steiner

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